Alle Beiträge von Michael Kofler

Etcher installieren

Das Programm Etcher (siehe https://etcher.io) ist ein komfortables Programm, um Image-Dateien auf SD-Karten zu schreiben. Etcher kommt sogar mit komprimierten Image-Dateien zurecht, diese müssen nicht vorher dekomprimiert werden. Etcher ist vor allem in der Raspberry-Pi-Szene beliebt, um Raspbian-Images auf SD-Karten zu übertragen. Während die Installation unter macOS und Windows ein Kinderspiel ist, macht Ubuntu leider Probleme.

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Wechsel zwischen Text- und Grafikmodus

Unter Ubuntu sind standardmäßig sechs Konsolen vorgesehen, die parallel laufen. Das Grafiksystem nutzt normalerweise zwei Konsolen:

  • Konsole 1: Login-Manager
  • Konsole 2: Desktop des eingeloggten Benutzers

Aus dem Grafikmodus können Sie mit Strg+Alt+F3 bis +F6 in eine Textkonsole wechseln. Alt+F1 oder Alt+F2 führt zurück in den Grafikmodus. Mit Alt+F4 bis Alt+F6 gelangen Sie in weitere Textkonsolen.

(Wenn mehr als ein Benutzer in einer Desktop-Session angemeldet ist, kommt entsprechend Konsole 3 mit dem Desktop des zweiten eingeloggten Benutzers hinzu etc.)

Bei vielen Notebooks werden die Funktionstasten primär zur Steuerung diverser Funktionen verwendet (Lautstärke, Helligkeit) und nur sekundär als Funktionstasten. In diesem Fall müssen Sie zusätzlich die Fn-Taste drücken, also z.B. Fn+Strg+Alt+F3 oder Fn+Alt+F1.

Ubuntu 18.04 WSL

Ubuntu 18.04 WSL steht seit einigen Tagen im Microsoft Store zur Verfügung. Die Installation erfolgt wie bei der Version 16.04, auch an der Funktionsweise hat sich nichts geändert.

Ubuntu 18.04 im Windows Subsystem for Linux

Die Webseite Phoronix hat interessante Benchmark-Tests zwischen Ubuntu 18.04 (native Installation) vs. Ubuntu 18.04 WSL vs. Ubuntu 16.04 WSL durchgeführt. Das Ergebnis: I/O in der WSL ist sehr langsam. Aber dafür laufen manche Tests ohne I/O in der WSL schneller als in einer nativen Linux-Installation. Bemerkenswert!

Ubuntu 18.04

Mit Ubuntu 18.04 kehrt Ubuntu in vielerlei Hinsicht zurück zum Linux-Mainstream: Canonical hat die Tröume von Mir und Unity ad acta gelegt. Der Desktop basiert auf Gnome mit wenigen, durchaus sinnvollen Erweiterungen. Das Grafiksystem verwendet Xorg. (Wayland steht als Option standardmäßig zur Auswahl.)

Aus meiner Sicht ist Ubuntu 18.04 das beste Ubuntu-Release seit vielen Jahren. Einzig die Stabilität lässt sich noch nicht endgültig beurteilen. Ich habe Ubuntu seit gut einem Monat produktiv sowohl auf dem Desktop als auch im Server-Betrieb im Einsatz und habe bisher keine negativen Überraschungen erlebt.

(Aktualisiert: 27.4.2018)

Der neue Ubuntu-Desktop

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IPv6 für APT deaktivieren

In den vergangenen Jahren ist es mir immer wieder passiert, dass apt hängengeblieben ist, weil es versucht hat, mit irgendwelchen Paketquellen per IPv6 zu kommunizieren. Zuletzt hatte ich das Problem in der Beta für Ubuntu 18.04. Gegen IPv6 wäre natürlich nichts einzuwenden solange IPv6 zur Verfügung steht; aber zumindest zuhause habe ich nun mal kein IPv6. APT scheint überfordert, das zu erkennen.

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Ubuntu und Lenovo

Eines gleich vorweg: Mein meistgenutztes Notebook ist ein schon ca. fünf Jahre altes Lenovo-Notebook vom Typ E320. Vor ein paar Monaten musste ich das Netzteil erneuern, davon abgesehen läuft das verhältnismäßig billige Notebook seit Jahren einwandfrei, aktuell übrigens mit Ubuntu 17.10.

Aber leider ist das Zusammenspiel zwischen Ubuntu und Lenovo nicht immer so friktionsfrei …

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chkrootkit-Fehlalarm

Wenn Sie auf einer frischen Ubuntu-16.04-Installation mit dem Kommando chkrootkit aus dem gleichnamigen Paket testen, ob Ihre Installation möglicherweise durch ein Root-Kit kompromittiert, liefert das Programm die beunruhigende Meldung (samt Tippfehler):

Searching for Linux/Ebury - Operation Windigo ssh...        
  Possible Linux/Ebury - Operation Windigo installetd

Auch ein vollständiges Update ändert nichts an dieser Warnung.

Vermutlich hat der Fehlalarm damit zu tun, dass aktuelle Versionen des ssh-Kommando auf die Option -G anders reagieren wie bisher. U1604 verwendet noch chkrootkit 0.50 und liefert einen Fehlalarm. U1710 hat dagegen chkrootkit 0.52, das dahingehend korrigiert ist und nicht Alarm schlägt.

Wenn Sie Angst haben, dass auf Ihrer Ubuntu-Installation ein Rootkit läuft, sollten Sie unbedingt weitere Tests durchführen. Empfehlenswert ist dazu etwa rkhunter -c.

Quellen

Java 9 und IntelliJ IDEA unter Ubuntu 17.10 installieren

Der einfachste Weg zur Installation von Java 9 lautet apt install openjdk-9-jdk. Diese Vorgehensweise hat allerdings zwei Nachteile: Zum einen befinden sich die Open-Source-Pakete openjdk-9-xxx in der universe-Paketquelle. Damit ist unklar, ob bzw. wie gut das Paket gewartet wird. Zum anderen hat sich openjdk-9-jdk als nicht vollständig kompatibel zur gerade aktuellen Version der Entwicklungsumgebung IntelliJ IDEA 2017.2.5 erwiesen. IntelliJ akzeptiert das JDK zwar prinzipiell, erkennt aber nicht, dass es sich dabei um Java 9 handelt. Ob der Fehler bei openjdk oder bei IntelliJ liegt, ist mir unklar geblieben.

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