Alle Beiträge von Michael Kofler

Kernel Live Patches

Die meisten Updates eines Linux-Systems erfolgen im laufenden Betrieb erfolgen. Aktualisierte Netzwerkdienste müssen zwar anschließend neu gestartet werden, aber es besteht keine Notwendigkeit, den ganzen Rechner neu zu starten. Die Ausnahme von dieser Regel ist der Kernel: Damit Sicherheits-Updates im Kernel wirksam werden, müssen Sie einen neuen Kernel und neue Module installieren und anschließend den ganzen Rechner oder via
kexec den Kernel und alle Dienste neu starten.

Gerade bei Servern, die möglichst ohne Unterbrechung ständig verfügbar sein sollen, ist ein Neustart zumeist unerwünscht. Und selbst Administratoren, die Updates automatisieren, scheuen in der Regel davor zurück, auch die erforderlichen Neustarts zu automatisieren. Zu groß ist die Gefahr, dass etwas schief geht und dann (zumeist mitten in der Nacht) keiner Zeit hat, das Problem zu beheben.

Die Lösung für dieses Problem heißt Kernel Live Patches. Damit wird der Kernel-Code im laufenden Betrieb aktualisiert.

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Aus Gnome mach‘ Unity …

Kann man Gnome mit ein paar Extensions so konfigurieren, dass es wie Unity aussieht und sich auch so ähnlich verhält? Diverse Seiten haben in den letzten Tagen diesen Eindruck erweckt. Tatsächlich lässt sich Gnome zwar besser konfigurieren als Unity, aber allzu große Hoffnungen sollten Sie sich nicht machen, mit ein paar Mausklicks aus Gnome Unity zu machen. Ich habe versucht, die Grenzen auszuloten.

Eine gewisse Ähnlichkeit ist zu erkennen, aber vom Unity-Look ist auch diese Gnome-Konfiguration weit entfernt.

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Ubuntu 17.04

Das Timing für das heute fertiggestellte Ubuntu 17.04 war definitiv ungünstig: Gerade einmal vor einer Woche hat Mark Shuttleworth das Ende von Unity verkündet (siehe auch Die Zukunft von Ubuntu hier im Blog). Aber da war Ubuntu 17.04 natürlich schon so gut wie fertig, und so verwendet auch Ubuntu 17.04 Unity als Desktop-Umgebung — vermutlich letztmalig. Unter diesem Aspekt wird Ubuntu 17.04 vielleicht als Fussnote in die Linux-Geschichte eingehen. Ansonsten ist Ubuntu 17.04 aber eine eher uninteressantes Release. Immerhin wissen wir jetzt, dass wir nicht mehr auf Unity 8 warten müssen …

Den Blick nach vorne gerichtet habe ich mir statt dem »regulären« Ubuntu diesmal die Ubuntu-Gnome-Variante näher angesehen. Die Release-Ankündigung weist darauf hin, dass Ubuntu Gnome spätestens ab Version 18.04, höchstwahrscheinlich aber bereits ab 17.10 zum »echten« Ubuntu wird. Auf Ubuntu-spezifische Anpassungen soll weitestgehend verzichtet werden. Hoffnungen auf einen Ubuntu-Look für Gnome sind damit vorerst begraben.

Im Default-Look sieht Ubuntu Gnome gar nicht wie Ubuntu aus

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Kernel-Update in Ubuntu 16.04 (LTS Enablement Stacks)

Vor einigen Tagen wurde Ubuntu 16.04.2 freigegeben. Die Sub-Versionsnummer .2 deutet darauf hin, dass es sich um das 2. größere Update von Ubuntu 16.04 handelt. Im Rahmen solcher Updates erstellt Canonical auch neue Installationsmedien, sodass nach einer Neuinstallation nicht sofort Hunderte von MByte mit Updates heruntergeladen werden müssen.

Im Zuge derartiger Updates werden nicht nur die üblichen Bugfixes durchgeführt, Canonical stattet Ubuntu auch mit neueren Kernel- und X-Versionen aus. Wenn Sie eine alte Ubuntu-16.04-LTS-Installation verwenden und einfach apt full-upgrade durchführen, werden Sie davon aber nichts bemerken. Aus Stabilitätsgründen wird weder die Kernel- noch die X-Version verändert. (Motto: If it ain’t broken, don’t fix it.) Die Kernel- und X-Updates sind vielmehr dazu gedacht, die Installation von Ubuntu 16.04 auf neuer Hardware zu erleichtern. Wie aber kommen Sie auf einer alten Ubuntu-16.04-Installation zum neuen Kernel?

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Probleme mit vollen Boot-Partitionen

Auf immer mehr meiner Ubuntu-Server-Installationen mit automatischen täglichen Updates bin ich in letzter Zeit auf das Problem voller Boot-Partitionen gestoßen. Aus historischen Gründen richtet der Ubuntu-Installer standardmäßig eine eigene Boot-Partition für die Kernel-Dateien ein, obwohl dies in den meisten Fällen vollkommen überflüssig ist. Im Boot-Verzeichnis landet bei jedem Kernel-Update die gerade neueste Kernel-Version samt diverser Zusatzdateien.

Pro Kernel-Version beträgt der Platzbedarf unter Ubuntu 16.04 ca. 50 MByte, wobei die Initrd-Datei mit ca. 36 MByte der bei weitem wichtigste Faktor ist. Ubuntu 14.04 war hier noch sparsamer, dort fand man mit ca. 25 MByte pro Kernel das Auslangen (Initrd-Datei mit 20 MByte).

Ganz egal, wie groß die Boot-Partition ist: ohne Aufräumarbeiten läuft sie früher oder später voll. Das führt dazu, dass Kernel-Updates nicht mehr (richtig) installiert werden können. Mit etwas Pech hängt Ubuntu beim nächsten Reboot. Bei einer lokalen Maschine kann man dann im Grub-Menü einen älteren Kernel auswählen, damit booten und Aufräumarbeiten durchführen. Bei einem Server ist das aber viel schwieriger.

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Kostet Ubuntu in der Cloud etwas?

Ubuntu ist frei (Open Source) und samt Updates gratis, das stellt Canonical auf seinen Webseiten mehrfach klar. Nun hat golem.de heute die Story des Hosting-Unternehmens OVH präsentiert. OVH wurde offensichtlich von Canonical aufgefordert, Lizenzgebühren in der Höhe von 1 bis 2 Euro pro Ubuntu-Instanz zu zahlen.

Was steckt dahinter?

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