Redshift — Warmes Licht bei Nacht

Wer häufig in die Nacht hinein arbeitet, hat sicher schon festgestellt, dass der Monitor dann einen blauen, kalten Farbton zu bekommen scheint. Das winzige Programm Redshift reguliert die Farbtemperatur und lässt den Monitor bei Nacht in wärmeren Farbtönen leuchten. Damit entspricht das Weiß am Monitor eher den anderen Lichtquellen im Zimmer.

Die Installation ist denkbar einfach:

sudo apt-get install redshift-gtk

Nach der Installation starten Sie Redshift im Startmenü. Eine Konfiguration ist nicht erforderlich. Tagsüber macht sich das Programm nur in Form eines kleinen Icons im Panel bemerkbar. Gegen Abend hin verändert das Programm aber allmählich die Farbtemperatur des Monitors. Das Programm ermittelt selbstständig den Ort Ihres Rechners und kann daher den Zeitpunkt der Dämmerung ausrechnen. Über das Indikator-Menü können Sie das Redshift als Autostart-Programm einrichten.

Das minimalistische Indikator-Menü von Redshift
Das minimalistische Indikator-Menü von Redshift

Die Redshift-Einstellungen können leider nicht in einem Konfigurationsdialog verändert werden. Wenn Ihnen der Monitor in der Nacht gar zu rot/schummrig leuchtet, können Sie die gewünschte Farbtemperatur in der Konfigurationsdatei .config/redshift.conf in Kelvin einstellen. Die Defaulteinstellung für die Nacht beträgt 3700 Kelvin. Ich habe diesen Wert auf meinem Rechnern auf 4500 Kelvin angehoben. (Zum Vergleich Tageslicht hat ca. 5500 bis 6000 Kelvin.)

# Datei .config/redshift.conf
[redshift]
temp-night=4500

Weitere Konfigurationsmöglichkeiten sowie Hintergrundinformationen zu Redshift können Sie hier nachlesen:

http://jonls.dk/redshift/

f.lux

Redshift erfüllt denselben Zweck wie das bekanntere Programm f.lux. Der größte Vorteil von Redshift besteht darin, dass es sich um ein Open-Source-Programm handelt, das in den regulären Ubuntu-Paketquellen enthalten ist. Einen kurzen Artikel zu f.lux finden Sie in meinem Blog auf kofler.info.