Todo-Liste nach der Ubuntu-Installation

Ubuntu 14.04 ist sicherlich eine großartige Distribution — aber für meine persönlichen Vorlieben sind nach der Installation ein paar Anpassungsarbeiten notwendig. Hier meine persönliche Todo-Liste.

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Die Online-Suchergebnisse im Startmenü sind das Letzte, was ich dort brauchen kann. Abhilfe: Systemeinstellungen, Modul Sicherheit und Datenschutz, Dialogblatt Suche, Einstellung: Online-Suchergebnisse verarbeiten = NEIN.

Bitte keine Werbeeinblendungen im Startmenü
Bitte keine Werbeeinblendungen im Startmenü

Aufräumen im Dock

Im Dock sind anfänglich eine Menge Icons, die ich dort nicht brauche, unter anderem auch für jede Partition der Festplatte, die nicht im Dateisystem eingebunden ist. Das Kontextmenü-Kommando Aus Starter entfernen schafft hier Ordnung. Alle entfernten Partitionen kommen übrigens auf eine Art Blacklist und werden daher auch in Zukunft nicht mehr angezeigt. Im Dateimanager sind sie weiterhin sichtbar — sie müssen keine Angst haben, dass Sie auf die Partitionen nicht mehr zugreifen können.

Das Ubuntu-Dock -- vorher und nachher
Das Ubuntu-Dock — vorher und nachher

Menüs im Fenster statt im Panel

Dankenswerterweise reicht in Ubuntu 14.04 ein Mausklick, um Menüs dort anzuzeigen, wo sie hingehören: im Fenster. Systemeinstellungen, Modul Darstellung, Dialogblatt Verhalten, Einstellung: Zeige die Menüs … in der Titelleiste des Fensters. Dort sind die Menüs nun auch nur dann sichtbar, wenn man sie wirklich braucht — also beim Anklicken oder wenn man Alt drückt. Sehr elegant!

Menüs dort anzeigen, wo sie hingehören
Menüs dort anzeigen, wo sie hingehören

ubuntu-restricted-extras

Standardmäßig kann Ubuntu die meisten Audio- und Video-Dateien nicht abspielen und Webseiten mit Java oder Flash nicht anzeigen. Abhilfe schafft das folgende Kommando im Terminal:

sudo apt-get install ubuntu-restricted-extras

Gimp

Für meine Arbeit unverzichtbar ist das Bildbearbeitungsprogramm Gimp:

sudo apt-get install gimp

Dropbox installieren und einrichten

Ubuntu One hat mich nie überzeugen können, insofern fällt mir der Abschied aus der Canonical-Cloud leicht. Dropbox ist für mich hingegen zum must have geworden: Es hilft mir dabei, die Texte, an denen ich gerade arbeite, über alle meine Rechner und Gadgets (Android Handy, iPad etc.) zu synchronisieren. Die Installation ist ruck-zuck erledigt:

sudo apt-get install nautilus-dropbox

Über das Startmenü wird Dropbox dann erstmalig ausgeführt und eingerichtet. Dropbox integriert sich als Applet im Panel. Im Applet-Menü sehen Sie nicht nur den Synchronisations-Status, sondern können auch Konfigurationsdetails ändern.

Dropbox-Konfiguration
Dropbox-Konfiguration

Systemmonitor einrichten

Ich will wissen, was auf meinem Rechner vor sich geht, ob die CPU gerade auf Hochtouren läuft, wie viel RAM noch frei ist etc. Eine Berufskrankheit wahrscheinlich … Wie ich in Coole Indikatoren schon beschrieben habe, gibt es dafür ein eigenes Indikator-Programm:

sudo apt-get install indicator-multiload

Einfach nach der Installation über das Startmenü erstmalig ausführen und dann einrichten.

CPU-Auslastung, RAM-Nutzung, Netzwerkverbindungen etc. anzeigen
CPU-Auslastung, RAM-Nutzung, Netzwerkverbindungen etc. anzeigen

Fenster per Dock-Klick minimieren

Ein Mausklick auf ein Icon im Dock startet das betreffende Programm bzw. aktiviert sein Fenster. Neu in Ubuntu 14.04: Noch ein Klick auf das Icon, und das Fenster wird wieder minimiert. Dieses Verhalten gilt freilich nicht per Default. Um die Funktion zu aktivieren, müssen Sie zuerst den CompizConfig Settings Manager (CCSM) installieren:

sudo apt-get install compizconfig-settings-manager

Nach dem Start von CCSM finden Sie die neue Option im Dialogblatt Launcher des Unity Plugins. Dort aktivieren Sie die Option Minimize Single Window Applications (Unsupported).

Fenster per Mausklick im Dock minimieren
Fenster per Mausklick im Dock minimieren

Fenster vierteln

Dass Sie Fenster durch das Verschieben an den linken oder rechten Bildschirmrand halbieren können, wissen Sie sicher. Dieses Feature hat sich Ubuntu schon vor einiger Zeit von Windows abgeschaut. Sie können die Fenster aber auch vierteln, in dem Sie sie in eine Ecke verschieben. Vor allem auf großen Monitoren ist das eine feine Sache. Abermals bedarf es eines speziellen Konfigurationswerkzeugs, um diese Einstellung zu aktivieren:

sudo apt-get install unity-tweak-tool

Im Unity Tweak Tool öffnen Sie nun das Dialogblatt Fenster einrasten und verändern die Einstellungen für das Verschieben eines Fensters in die vier Ecken des Bildschirms.

Fenster beim Verschieben in eine Ecke vierteln
Fenster beim Verschieben in eine Ecke vierteln

Aufräumarbeiten

Manche vorinstallierten Pakete empfinde ich überflüssig — z.B. der Nachrichten-Indikator oder das Landscape-Modul in den Systemeinstellungen. Also fort damit:

sudo apt-get remove landscape* indicator-messages

2 Gedanken zu „Todo-Liste nach der Ubuntu-Installation“

  1. Hallo,
    wieso ist mir dieser Blog bisher verborgen geblieben? Genau so etwas braucht der Linux-User mit löchrigem Wissen – DANKE!
    Was mich interessieren würde:
    Wie man TrueCrypt (das ja nicht in den Softwarequellen enthalten ist) installiert, weiß ich mittlerweile.
    Aber: Wie erreicht man, dass man einen TrueCrypt-Container per DOPPELKLICK starten kann?
    Gruß
    Alex

    1. ad verborgen: klar, die Website gibt es erst seit einer Woche. Danke für Ihr Lob!

      ad TrueCrypt: hab‘ ich keine Erfahrung damit. Auf ubuntuusers.de gibt es aber einen recht ausführlichen Artikel zu diesem Thema.

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